Aktivierung > FIT mit Handicap

Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 45 SGB III

(mit Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein)


Flyer zum Download im PDF - Format


Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen finden bei uns volle Unterstützung auf ihren Weg ins Arbeitsleben.

Wir stellen zunächst mit unseren Teilnehmern den Qualifizierungsbedarf fest, um anschließend passende Module zu finden, die Vermittlungshemmnisse verringern sollen, um so eine Basis für die Rückkehr ins Berufsleben zu schaffen.

Wir bieten dabei ein Paket aus verschiedenen Einzelbausteinen (Modulen):

Modul 1: FIT? Kompetenzfeststellung   
Kompetenzen kennen und einsetzen

Art und Umfang: Einzelmaßnahme, 20 Stunden

Ziel der Kompetenzfeststellung ist eine umfassende Einschätzung des Teilnehmers in den Bereichen Persönlichkeit, Leistungsmotivation und Kompetenz. Anhand von Testungen, Fragebögen und berufspraktischen Übungen werden die individuellen Voraussetzungen des Teilnehmers ermittelt. Ergänzt werden diese Methoden durch umfassende Gespräche.

Nach einem Eingangsgespräch zur Feststellung von ersten beruflichen und persönlichen Merkmalen folgt die Durchführung folgender Testungen, Fragebögen und praktischer Übungen:

· Leistungstests
· Persönlichkeitstests
· Übungen zu grundlegenden PC-Anwendungen
· berufspraktische Übungen

Die Auswertung aller Testungen wird mit dem Teilnehmer besprochen. Im Rahmen eines sozialpädagogisch-psychologischen Kurzgutachtens werden die Ergebnisse, Stärken und Vermittlungshemmnisse dargestellt. Entsprechend werden der Förderbedarf und Förderziele für die weitere Betreuung abgeleitet.

 

Modul 2: FIT im Bewerbungsprozess
Vermittlung praktischer & theoretischer Kompetenzen im Bewerbungsprozess

Art und Umfang: Einzelmaßnahme, 40 Stunden

In diesem Modul sollen wichtige Elemente des Bewerbungsprozesses nach aktueller Arbeitsmarktlage vermittelt werden. Dabei stehen sowohl die individuelle Beratung zu bisherigen und zeitnahen Bewerbungsbemühungen, als auch die konkrete praxisnahe Auseinandersetzung des Teilnehmers mit aktuellen Bewerbungsaktivitäten im Fokus des Moduls.

Die einzelnen Bereiche werden zeitlich nach den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmer abgestimmt, um so optimale Ergebnisse zu gewährleisten.

Folgende Bereiche stehen im Modul zur Verfügung:

· Prüfung & Aktualisierung der persönlichen Bewerbungsunterlagen
· Selbstmarketing – Analyse der Stärken und Schwächen
· Erstellung jobspezifischer Bewerbungen
· Bewerbung „Auf gut Glück“ – Erstellen von Initiativbewerbungen
· Qualifikationsspiegel – Kompetenzen auf einen Blick
· Vorbereitung auf bevorstehende Vorstellgespräche mit Typberatung
· Interpretation von Stellenangeboten
· Analyse und Deutung von Arbeitszeugnissen
· Körpersprache – Kommunikation der Sinne

 

Modul 3: FIT im Betrieb (kurz)
Praktische Eignungstestung in einem Betrieb

Die praktische Eignungstestung in einem Betrieb ist eine Möglichkeit für die Teilnehmer, sich in einem Betrieb auszutesten und zu erfahren, ob sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. Dabei wird festgestellt, ob das gewählte Berufsfeld geeignet ist und welche individuelle Unterstützung der Teilnehmer möglicherweise benötigt.

Das Ziel der Eignungstestung ist eine möglichst realistische Einschätzung der körperlichen und psychischen Belastbarkeit im Hinblick auf eine spätere Arbeitstätigkeit oder Bildungsmaßnahme.

Es soll eine Aussage darüber getroffen werden können, welche Einsatzmöglichkeiten und welche Einschränkungen es an einem Arbeitsplatz geben könnte und konkrete Vorschläge für eine berufliche Wiedereingliederung gegeben werden.

Während der gesamten Maßnahme werden die Teilnehmer vom jeweiligen Betreuer beraten und begleitet. In Einzelgesprächen werden die Eindrücke und Erfahrungen gemeinsam ausgewertet und reflektiert.
Zusätzlich erfolgt ein regelmäßiger engmaschiger Kontakt zu dem Betrieb, um die Rahmenbedingungen abzusprechen und Einschätzungen über die praktischen und sozialen Fähigkeiten des Teilnehmers zu erhalten.

Insgesamt soll das Modul 3: „FIT im Betrieb“ dazu dienen:
 

· die fachpraktischen Fähigkeiten zu überprüfen
· gesundheitliche Belastungsgrenzen zu überprüfen
· sich betrieblich einzuarbeiten
· in Arbeit vermittelt zu werden

Maßnahme begleitend erfolgt eine sozialpädagogische Betreuung, hauptsächlich mittels Einzelgespräche, bei denen Berufs- und Lebensplanungen entwickelt und Fragen des individuellen Entwicklungsprozesses thematisiert werden.


Modul 4: FIT im Betrieb (lang)
Praktische Eignungstestung in einem Betrieb

Art und Umfang: Einzelmaßnahme, 240 Stunden gesamt (160 Betrieb, 80 ViaBeratung)

Je nach individueller Ausgangssituation der Teilnehmer muss eingeschätzt werden, welcher Zeitraum für eine praktische Eignungstestung in einem Betrieb angemessen ist. Umso komplexer das Krankheitsbild des Teilnehmers, desto umfangreicher und vielschichtiger muss auch kontrolliert werden, ob die Arbeitsaufgaben dem positiven Leistungsbild des Teilnehmers entsprechen. Dazu ist es notwendig, sich in verschiedenen Arbeitsfeldern auszuprobieren, um seine Belastungsgrenzen genau einschätzen zu können. Um den Teilnehmern diese Möglichkeit zu geben, ist eine zeitintensivere Austestung in mehreren Berufsfeldern notwendig.

Die praktische Eignungstestung in einem Betrieb ist eine Möglichkeit für die Teilnehmer, sich in einem Betrieb auszutesten und zu erfahren, ob sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen. Dabei wird festgestellt, ob das gewählte Berufsfeld geeignet ist und welche individuelle Unterstützung der Teilnehmer möglicherweise benötigt.

Das Ziel der Eignungstestung ist eine möglichst realistische Einschätzung der körperlichen und psychischen Belastbarkeit im Hinblick auf eine spätere Arbeitstätigkeit oder Bildungsmaßnahme.

Es soll eine Aussage darüber getroffen werden können, welche Einsatzmöglichkeiten und welche Einschränkungen es an einem Arbeitsplatz geben könnte und konkrete Vorschläge für eine berufliche Wiedereingliederung abgegeben werden.

Während der gesamten Maßnahme werden die Teilnehmer vom jeweiligen Betreuer beraten und begleitet. In Einzelgesprächen werden die Eindrücke und Erfahrungen gemeinsam ausgewertet und reflektiert.
Zusätzlich erfolgt ein regelmäßiger engmaschiger Kontakt zu dem Betrieb, um die Rahmenbedingungen abzusprechen und Einschätzungen über die praktischen und sozialen Fähigkeiten des Teilnehmers zu erhalten.

Insgesamt soll das Modul FIT im Betrieb dazu dienen:

   ·  die fachpraktischen Fähigkeiten zu überprüfen

   ·  gesundheitlichen Belastungsgrenzen zu überprüfen

   ·  sich betrieblich einzuarbeiten

   ·  in Arbeit vermittelt zu werden

Maßnahme begleitend erfolgt eine sozialpädagogische Betreuung, die hauptsächlich über Einzelgespräche erfolgt, bei denen Berufs- und Lebensplanungen entwickelt und Fragen des individuellen Entwicklungsprozesses thematisiert werden.


Modul 5:  PC-FIT

Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen im Umgang mit PC und Internet

Art und Umfang: Einzelmaßnahme, 20 Stunden

In diesem Modul sollen Grundlagen am Computer und von verschiedenen Standard- Anwendungsprogrammen (z.B. Microsoft Word) vermittelt werden.

Dabei werden die Inhalte und Übungen individuell und je nach Vorwissen des Teilnehmers zusammengestellt. Folgende Bereiche können im Modul Schwerpunkt sein:

· allgemeine Bedienung des Computers
· Umgang mit Dateien, Ordnern und Programmen
· Oberfläche und Funktionen des Textverarbeitungsprogramms
· Texteingabe und -bearbeitung
· Textformatierung
· Einfügen von Grafiken
· Briefe und Serienbriefe erstellen
· Grundlagen und Navigation in Microsoft Excel
· Suchen und Finden im WWW
· E-Mails senden und empfangen
· Stellenrecherche im Internet
· Datenschutz/ Datensicherheit
· Lernen und Präsentieren mit dem Computer

 

Modul 6: Seelisch FIT
Unterstützung der seelischen Gesundheit

Art und Umfang: Einzelmaßnahme, 10 Stunden

Häufig treten körperliche und psychische Problemein Kombination auf. Dabei sind die Ursachen bzw. Zusammenhänge vielschichtig.Durch die gesundheitliche Einschränkung verursachtes Erleben von Abhängigkeit, Ablehnungoder Überforderung kann zu Unsicherheit, Ängsten oder manifestiertenpsychischen Erkrankungen (z.B. Depression, Burnout) führen. Umgekehrt ist die Wirkung von psychischen Problemen auf die körperliche Verfassung ebenfallsbekannt. Körperliche Beschwerden, die diesem Ursachengeflecht zuzuordnen sind,sind u. a. Schmerzen und funktionelle Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems, Magen-Darm-Bereiches oder des Skelett- und Muskelsystems.

Die psychologische Beratung soll bei der Überwindung von persönlichen, sozialen und berufsbezogenen Problemenunterstützend eingesetzt werden. Beratungsanlässe können z.B. Konflikte,Mobbing, Ängste und Unsicherheit, Antriebslosigkeit oder im Bedarfsfall auchFragen in Bezug auf Möglichkeiten und Planung einer Psychotherapie sein.Übergeordnetes Ziel der psychologischen Beratung ist die Verbesserung dessubjektiven Wohlbefindens und der psychischen Belastbarkeit. Mit dem Betroffenen werden bestehende Probleme analysiert und Änderungswünsche und Ziele erarbeitet. Entsprechend werden gemeinsam Klärungs- und Lösungsmöglichkeiten für die bestehenden Probleme gesucht, Strategien geübt unddessen Umsetzung begleitet.

Modul 7: FIT ganz ohne Stress
Vermittlung von Bewältigungsstrategien und Stresssituationen

Art und Umfang: Einzelmaßnahme, 10 Stunden

Viele Menschen leiden heute unter Stress – mit beträchtlichen Folgen für die betroffenen Personen und ihre Familien, aber auch für die Unternehmen.

Aus diesem Grund setzen die gesetzlichen Krankenkassen verstärkt auf Prävention, um die Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen in Grenzen zu halten.

In diesem Modul geht es darum, konkret auf die Situation der Betroffenen einzugehen. Sie sollen lernen, sich mit Ihrer Einschränkung zu identifizieren, ihre persönlichen Stressauslöser zu erkennen und die daraus folgenden Stressreaktionen bewusst zu erleben.

Aufbauend darauf werden mit ihnen Strategien entwickelt, die helfen, im täglichen Leben Stress zu begegnen und ihn zu vermeiden. Folgende Inhalte können Schwerpunkte dieses Moduls sein:

· Selbstbeobachtung
· Kognitive Strategien
· Entspannungstechniken
· Problemlösestrategien
· Selbstsicherheit/ Identitätsförderung


Modul 8: Sozial FIT
Förderung zwischenmenschlicher Fähigkeiten


Art und Umfang: Einzelmaßnahme, 10 Stunden

Soziale Kompetenzen sind ein wichtiger Bestandteil beruflicher Schlüsselqualifikationen und Voraussetzung dafür, verschiedenste Anforderungen des Berufslebens zu bewältigen: z.B. Teamarbeit, Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Umgang mit Kunden, Konfliktsituationen lösen, selbstbewusstes Auftreten im Vorstellungsgespräch usw. Unter Umständen erleben Menschen aufgrund ihres Handicaps besondere Probleme im Umgang mit Arbeitgebern, Arbeitskollegen und/oder Kunden. Umso bedeutsamer wird die Stärkung ihrer zwischenmenschlichen Fähigkeiten.

Sozial kompetente Menschen sind zudem nicht nur sozial akzeptierter, sie weisen auch vielfältigere Schutzfaktoren auf, die vor sozialen und psychischen Problemen schützen.

Ziel des Moduls „Sozial FIT“ ist es, entsprechend der individuell vorliegenden Problematik folgende Aspekte der sozialen Kompetenzen zu fördern:

· Selbstwahrnehmung/ Fremdwahrnehmung
· Selbstkontrolle
· Umgang mit Gefühlen
· Umgang mit Konflikten
· Selbstsicherheit
· Umgang mit Lob, Kritik und Misserfolg.

Anhand von Verhaltensreflexion, Feedback, kognitiver Strategien, Rollenspiele mit dem Betreuer und Verhaltensübungen werden die o.g. Förderschwerpunkte bearbeitet.

 

Modul 9: FIT fürs Lernen
Förderung erfolgreichen Lernens

Art und Umfang: Einzelmaßnahme, 20 Stunden

Speziell für lernbehinderte Jugendliche und Erwachsene wird ein individuelles Lerntraining im Sinne des Ressourcenmanagement angeboten. Besonders Menschen mit Lernbehinderungen sind oftmals damit überfordert, Fachwissen zu erwerben und stetig zu aktualisieren. Aufgrund der schnelllebigen Entwicklungen und der fortlaufenden Verkürzung der Halbwertzeit des Fachwissens ist dies eine wachsende Herausforderung. Ziel des Moduls „FIT fürs Lernen“ ist zum einen die Vorbereitung von lernbehinderten Menschen auf eine Ausbildung oder Umschulung. Zum anderen sollen Lernprozesse aktiviert werden, die den Einstieg in eine Anlerntätigkeit bzw. die Erweiterung vorhandenen Wissens erleichtern. Das Lerncoaching beinhaltet die Analyse der individuellen Lernprobleme und Ermittlung vorhandener Ressourcen. Durch den Einsatz adäquater lerntherapeutischer Interventionen werden z.B. Lernstrategien, Konzentrationsfähigkeit und Merkfähigkeit trainiert.